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Nora (Ein Puppenheim) | Stückbeschreibung | Presse
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Schauspiel von Henrik Ibsen

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Nora und ihr Mann Torvald Helmer führen eine vorbildliche Ehe. Kurz vor Weihnachten wird Torvald auch noch zum Direktor der Aktienbank befördert, was die finanziell schwierige Situation löst. Doch hinter der Fassade hütet Nora ein Geheimnis. Zu Beginn ihrer Ehe wurde ihr Mann schwer krank, die Ärzte sagten, dass nur ein Aufenthalt im Süden ihn retten könne. Nora lieh sich das Geld von dem zwielichtigen Advokat Krogstad. Damit ihr Mann, der strikt gegen Schulden ist, nichts merkt, gab Nora an, ihr, ebenfalls todkranker, Vater hätte ihr das Geld geschenkt. In Wirklichkeit fälschte sie auf dem Schuldschein die Unterschrift ihres Vaters. Einzig ihrer Freundin, Kristine Linde, vertraut sie sich nun an. Diese ist bei ihr, um Nora zu bitten, dass Torvald ihr eine Stellung in der Bank verschafft. Dies tut er auch, und gibt ihr die Stellung von Krogstad, den er wegen seiner unehrenhaften Umtriebe entlässt. Krogstad wiederum erpresst Nora, ihm die Stellung wieder zu verschaffen, andernfalls würde er Torvald die Wahrheit erzählen. Nora versucht alles, um ihn umzustimmen, aber es kommt doch alles heraus. Nora hofft, dass ihr Mann die Schuld auf sich nehmen wird, aber dieser wendet sich von ihr ab, und will den Vorfall vertuschen. Nora ist tief enttäuscht und fasst den Entschluss, ihn zu verlassen und ein selbständiges Leben zu führen.
Ibsen schrieb das Schauspiel 1879 in drei Monaten nieder, nachdem er sich vergeblich beim Skandinavischen Verein in Rom für die Gleichberechtigung der Frau eingesetzt hatte. Das Stück war zu der damaligen Zeit ein Skandal. In einer Zeit, als die Ehe das Liebesideal war und die Frau sich unterzuordnen hatte, war ein Stück über eine Frau, die Mann und Kinder verlässt, undenkbar. Dennoch ist Ibsen mit Nora eine der starken Frauen in der Theaterliteratur gelungen und das Stück bis heute immer wieder auf den Theaterspielplänen zu finden.

Premiere: 14.9.2013 im Schauspielhaus Neubrandenburg _ Stückdauer: 2,5 h inkl. einer Pause

Regie Herbert Olschok  |  Ausstattung Sabine Pommerening  |  Dramaturgie Katrin Kramer  |  MIT: Beate Biermann| Amanda Fiedermann | Mario Lohmann| Thomas Pötzsch| Isolde Wabra