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1. Philharmonisches Konzert: KÜNSTLERPAAR | Stückbeschreibung
Robert & Clara Schumann

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KONZERTPROGRAMM:
Robert Schumann: Ouvertüre E-Dur / 3. Sinf. Es-Dur „Rheinische Sinfonie“
Clara Schumann: Klavierkonzert a-Moll / Solistin: Luisa Imorde, Klavier

Robert & Clara: Musik eines Künstlerpaares
(AVZ) Musikalische Früchte eines Künstlerpaares präsentiert die Neubrandenburger Philharmonie in ihrem 1. Anrechtskonzert der neuen Saison: Robert und Clara Schumann haben beide als Komponisten gewirkt. Clara wurde allerdings vor allem als Pianistin wahrgenommen und schrieb vornehmlich für den eigenen Bedarf Musik. Ihr mit 15 Jahren vollendetes a-Moll-Konzert op. 7 konnte die Klaviervirtuosin am 9. November 1835 im Leipziger Gewandhaus unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy präsentieren! Die Komposition einer Frau brachte die Rezensenten offenbar in Verlegenheit: „… hörte man das Werk, ohne den Schöpfer zu kennen, nie würde man dem Gedanken Raum geben, es sei von einer Dame geschrieben.“ Robert Schumann ließ sich von solcherlei Vorbehalten gegenüber weiblicher Schöpferkraft nicht beeindrucken. Im Gegenteil - er animierte seine Frau zum Komponieren! Schon bei der Arbeit am a-Moll-Klavierkonzert assistierte er ihr und steuerte große Teile der Instrumentation bei. Der diesjährige 200. Geburtstag der Künstlerin ist ein willkommener Anlass, ihre Werke in den Konzertsaal zurückzuholen!
Die junge Pianistin Luisa Imorde hat Clara Schumanns Klavierkonzert erst kürzlich auf CD eingespielt und freut sich, dieses brillante Stück erneut aus dem „Dornröschenschlaf“ zu wecken.
Robert Schumanns 3. Sinfonie, die sog. „Rheinische“, genießt seit langem große Popularität. Sie wurde von der rheinischen Landschaft, von Land und Leuten inspiriert. Ein sakral anmutendes Thema im 4. Satz könnte zudem von einem Besuch des Kölner Doms angeregt worden sein. Die Sinfonie gefiel schon bei ihrer Uraufführung am 5. Februar 1851 in Düsseldorf. Nach jedem Satz wurde spontan applaudiert.
Mit Ouvertüre, Scherzo und Finale op. 52 hatte Schumann 10 Jahre zuvor weniger Erfolg. Das zwischen Suite, Sinfonietta und Sinfonie zu verortende Werk fand erst nach gründlicher Umarbeitung freundliche Aufnahme.

SOLISTIN:
Luisa Imorde, Klavier, ... geb. 1989, entstammt einer Musikerfamilie. Ihre ersten Unterrichtsstunden bekam sie im frühesten Kindesalter von ihrer Mutter. Ihr Vater hält heute eine Klavierprofessur an der HMT Rostock. Die junge Künstlerin nahm bereits zwei Jahre vor dem Abitur ein Studium an der Hochschule für Musik Köln auf und setzte es fort am Mozarteum Salzburg bei Jacques Rouvier. Luisa Imorde ist mehrfache 1. Bundespreisträgerin bei Jugend Musiziert und gewann zahlreiche Preise bei Wettbewerben in Italien, Spanien und Deutschland. Besonders wichtig ist es ihr, Werke verschiedener Komponisten gegenüber zu stellen mit dem erklärten Ziel, sie uns - dem Publikum - auf neuartige Weise hörbar zu machen und Beziehungen aufzuzeigen, die verborgen zu sein scheinen. So kombinierte sie auf ihrer ersten CD "Zirkustänze" Werke von Jörg Widmann mit denen Robert Schumanns. Auf ihrem zweiten Album ließ sie das Klavierduell zwischen Joseph Woelfl und Ludwig van Beethoven wieder aufleben. Unter Leitung von Marie Jacquot nahm sie gemeinsam mit den Bremer Philharmonikern Clara Schumanns Klavierkonzert auf. 2019 spielte sie Jörg Widmanns Klavierkonzert mit dem WDR Symphonieorchester Köln. In der Saison 2019/20 wird Luisa Imorde u. a. im Konzerthaus Berlin, im Musikverein Wien und in der Elbphilharmonie Hamburg zu hören sein.

Musikalische Leitung Sebastian Tewinkel | Neubrandenburger Philharmonie / Solistin: Luisa Imorde, Klavier